2025-05 Mallorca
- joachim-schwarz2
- 14. Mai 2025
- 15 Min. Lesezeit

Tag 1. Donnerstag - Die Anreise
Am 01.05.2025 um 6:00h sollte die Eurowings Maschine von Hamburg nach Palma de Mallorca starten. Und wir standen um 05:30h am Bahnsteig in Ohlsdorf und sahen, dass unsere Bahn zum Flughafen in 20 Minuten den Bahnsteig erreichte, also um 05:50h. Der Check In sollte auch um 05:50h starten.
Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben.
Und doch, auf in Bahn und ab zum Flughafen. Durchgemogelt an die erste Stelle der Flugsicherheit, Klamotten (nur Handgepäck) in die Kisten und ab durch die Sicherheit. Motorradstiefel kurz ausgezogen und mit durch den Scanner. Und dann wurde Anne von einer Beamtin herausgepickt und abgetastet. Die Protektoren Ihrer Motorradhose in den Knien gaben ihr den Anlass Anne erst einmal auf Herz und Nieren und Sprengstoff und überhaupt in einem gesonderten Raum im Flughafen zu untersuchen.
Das war es mit dem Flug dachte ich schon wieder.
Da aber nur Fledermäuse den Kopf hängen lassen habe ich mir alle Klamotten gepackt, die vom Band gelaufen sind, also mein Gepäck, meinen Helm, Annes Helm, ihre Motorradjacke, ihr Handgepäck und bin mit dem ganzen geraffel Richtung Gate C 03 marschiert. Ohne Anne, die ja irgendwo im Flughafen auf den Kopf gestellt wurde. Und, übrigens auch ohne Telefon und Geldbörse, die hatte ich nämlich bei der Sicherheit vergessen und bin erst einmal mit allem anderem aufgebrochen. Bis mir dann, nachdem ich den halben Weg zum Gate hinter mir hatte, aufgefallen ist, dass ich kein Telefon dabei habe.
Jetzt muss ich wieder zurück (mit dem gesamten Gepäck) und das war es nun ernsthaft mit dem Flug dachte ich erneut.
Und kaum trete ich den Rückweg zur Sicherheit an, kommt mir Anne entgegen mit Telefonen und Geldbörsen. Erneuter Kurswechsel Richtung Gate C 03 und weiter…. Anne diesmal voraus. „Letzter Aufruf für den Flug EWXXX nach Mallorca“ Oh Mann.
Ein Glück hatte die Maschine Verspätung. Auf dem aller, aller, allerletzten Drücker sind wir an Bord der Alu Röhre von Eurowings gelangt.
Palma de Mallorca
Zweieinhalb Stunden später erreichten wir ohne weiter Außergewöhnlichkeit den Flughafen Palma. Schönes Wetter und etwas wärmere Temperaturen nahmen uns in Empfang. Wir schnappten uns ein Taxi und in kürzester Zeit waren wir bei Vintage Motors, dem Motorraddealer unseres Vertrauens in der Innenstadt. Hier wartete schon die neue Honda Transalp vor er Tür. Ich beglich die Zahlung für 4 Tage per Kreditkarte 336,00 € musste jedoch zusätzlich für einen Halter für das Mobiltelefon weitere 19,00 € bezahlen. Diesen mussten wir nach Übernahme der Maschine bei einer zweiten Niederlassung von Vintage Motors in Palma abholen, da vor Ort keiner mehr vorhanden war. Der Halter hätte im Preis gut mit drin sein können. Ist halt so wie es war. Somit liegt die Miete für die Maschine bei 88,75 € pro Tag was Europaweit ein guter Kurs für die Honda ist. Kilometer sind frei. Die Maschine wird und muss üblicherweise vollgetankt übergeben und zurückgegeben werden.
Wie immer haben wir Fotos und ein Video zur Beweissicherung erstellt. Damit es später keine Probleme bei der Übergabe zwecks Schäden an der Maschine gibt. Wir haben die Maschine nach den 4 Tagen ohne Beulen und Kratzer wieder an den Dealer übergeben, haben die Kaution wieder erhalten und alle waren bei bester Laune.
Die Unterkunft
Wer im Blogg schon von uns gelesen hat weiß, dass Anne für das Auswählen und das Buchen der Unterkunft in unserem kleinen Team zuständig ist. Die Wahl ist auf ein Apartment in Palma gefallen. In der 3. Etage eines Mehrfamilienhauses haben wir ein Schlafzimmer bekommen und uns den Rest der Wohnung mit der Besitzerin, Vanessa, ihrer Katze Lule und ihrer neunjährigen Jagdhündin Katscha für 3 Nächte geteilt. Das hat mal bestens funktioniert. Es stellte sich heraus, dass Vanessa einen italienischen Vater und eine Französiche Mutter hat die gemeinsam in Italien leben. Sie ist, nachdem sie mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat, auf die Ferieninsel Mallorca gezogen und baut sich nun mit Ende 20 eine Selbständige Existenz auf. Der Vorteil war das Sie sehr gutes Deutsch gesprochen hat, und uns mit Tipps und Ideen zur Seite stand.
Die Anreise zur Wohnung gestalte sich mit kleinen Abweichungen gut. Wir haben in der Nähe der Wohnung geparkt, da wir sie nicht auf Anhieb punktgenau gefunden haben. Anne ist dann zu Fuß los und stand kurze Zeit wieder freudig vor mir. Sie hatte einen Schlüssel in der Hand und wir fuhren gemeinsam die letzten Meter zur Wohnung. Vanessa würde erst gegen Abend zuhause sein. Der Hund war beim Dog-Sitter und die Katze begrüßte uns mit einem lautem Miau. Wir brachten unser weniges Gepäck unter und machten uns mit der 750 Transalp auf den Weg in die Berge der Insel.
Motorradfahren auf Mallorca ist eine großartige Erfahrung, da die Insel mit ihren abwechslungsreichen Landschaften und kurvenreichen Straßen perfekt für Motorradliebhaber ist. Du kannst die wunderschöne Küste, die bergigen Regionen im Tramuntana-Gebirge, was das wichtigste Gebirge auf Mallorca ist. Es erstreckt sich entlang der Nordwestküste der Insel und ist bekannt für seine beeindruckenden Berge, malerischen Dörfer und atemberaubenden Ausblicke. Das Tramuntana-Gebirge ist sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden, was seine besondere Bedeutung unterstreicht. Es bietet zahlreiche Wanderwege, Radstrecken und schöne Landschaften, die perfekt für Natur- und Outdoor-Liebhaber sind. Es ist wichtig, die Straßenverhältnisse und das Wetter im Blick zu behalten, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Je nach Uhrzeit sind auf den Bergstraßen jede Menge anderer Touristen unterwegs. Das ändert sich erst gegen Nachmittag. Also es sind viele Touristen mit ihren Mietwagen und noch mehr Rennradfahrer mit Ihren Sportgeräten auf den Bergstrecken unterwegs. Vorsicht beim Überholen bzw. vorbeifahren.
Valldemossa
Valldemossa wurde zu unserem ersten Ziel. Es ist ein wunderschönes, charmantes Dorf im Tramuntana-Gebirge. Es ist bekannt für seine engen, gepflasterten Gassen, historischen Steinhäuser und eine ruhige, malerische Atmosphäre. Das Dorf wurde berühmt durch das Kartäuserkloster, das Cartuja de Valldemossa, in dem der Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand im Winter 1838/1839 lebten. Heute kannst du das Kloster besichtigen und mehr über die Geschichte und das Leben der berühmten Besucher erfahren.
Valldemossa ist auch für seine schöne Natur, seine traditionellen Cafés und die lokale Küche bekannt. Besonders beliebt ist die süße Mandelgebäck-Spezialität "Coca de Patata". Das Dorf ist ein beliebtes Ausflugsziel, um die Ruhe der Natur zu genießen und die authentische mallorquinische Kultur zu erleben.
Ein Vorteil, wenn du die Insel mit dem Motorrad erkundest, ist es das du jede Menge kostenfreie Parkplätze für die Maschine in bester Lage und Nähe zu den Stadtkernen findest. Somit bist du schnellstmöglich immer zentral vor Ort.
Wir schlenderten durch die Stadt und fanden Annes neues T-Shirt, auf der Vorderseite mit einem Renault R4 bedruckt, der zwei Surfbretter auf dem Dach trug. Leider war das Shirt 3 Nummern… und die Enttäuschung darüber… zu groß. Weiter ging es zum Port de Valldemossa. Ich weiß nicht mehr genau wie lang die Strecke dorthin war. Ich tippe mal auf 10 Kilometer. Doch die hatten es in sich. Kurve an Kurve über eine Serpentinenstraße, die fast einspurig war, ging es zu einem kleinen Hafen hinunter. Traumhafte Aussicht und ein kühles Fußbad waren zusätzlich zum Fahrspaß die Belohnung für den Abstieg.
Im Hafen lud uns ein kleines Restaurant zum Verbleiben ein. Wir schlabberten eine Apfelschorle und einen Caffè con Leche und machten uns langsam auf den Weg zurück nach Palma. Besuchten in der Stadt einen Supermarkt und besorgten uns ein paar Lebensmittel für den Abend und fuhren erneut zu unserem Apartment. Abends trafen wir dann erstmalig auf Vanessa und Katscha. Wir wurden herzlich begrüßt und verbrachten noch einige Zeit gemeinsam miteinander, bevor ich mich als erstes ausklinkte und den Weg ins Bett fand.
Tag 2. Freitag – Sa Calobra - Restaurant Club Nautic Portixol - Paella Negra
Früh am nächsten Morgen waren wir wach. Den ersten Kaffee gab es in „Erics Bar“ einem kleinen Bistro in Palma, was direkt vor unserer Haustür lag. Wir aßen Sandwiches mit Tomate und Käse belegt und freuten uns über das mediterrane Flair der Stadt und über die Leute. Der Himmel war klar und es sah nach besten Voraussetzungen für unsere nächst Tour aus. Der Tank der Honda Transalp ist sehr gut bemessen. Eine Füllung reicht für knapp 400 Kilometer. Da wir am Vortag unter 200 Kilometer gefahren sind entschied ich die Maschine erst am Folgetag zu betanken, was auch problemlos funktionierte. Das Netz der Tankstellen auf Mallorca ist sehr gut ausgebaut. Selbst in den Bergen ist es möglich aufzutanken. Tipp: Bei langen Strecken Bergab schalte ich den Motor ab und lass die Maschine rollen. Dank der Erdanziehungskraft in Spanien ist dies problemlos möglich. Das spart natürlich Sprit… Es lässt einen aber auch noch einmal die Umgebung völlig anders wahrnehmen da das Motorengeräusch weg ist. Zeitweise, auf unbefahrenen Straßen habe ich meinen Helm ausgezogen, um dieses Gefühl noch intensiver zu erleben. Freiheit.
Wir wollten an diesem Tag nach Sa Calobra. Der Weg dorthin führt über die Straße MA 2130 und die MA 10 und schließlich über die MA 2141, was mit die schönsten Straßen der Insel sind. Letztere ist wieder mit einer Achterbahnstrecke vergleichbar wie auch schon die Zufahrt zum Hafen von Valldemossa. Am Ende geht es dann zu Fuß zur Bucht von Sa Calobra und ein Stück weiter, der Weg lohnt sich jedes Mal, geht es durch den Berg hindurch zu einem kleinen Stück Kiesstrand mit Aussicht auf die Berge und ein Flussbett, das hier im Mittelmeer endet.
Der Ort heißt Torrent de Pareis und ist eine beeindruckende Schlucht auf Mallorca, die zu den bekanntesten Naturwundern der Insel zählt. Auch sie befindet sich im Tramuntana-Gebirge im Nordwesten von Mallorca und ist für ihre dramatische Landschaft, steilen Felsen und engen Passagen bekannt. Die Schlucht ist etwa 3 Kilometer lang und wurde durch den Fluss Sa Fosca geformt, der hier durch das Gestein fließt. Der Torrent de Pareis ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Abenteurer, die die beeindruckende Natur erleben möchten. Es gibt eine bekannte Wanderroute, die durch die Schlucht führt, allerdings ist diese nur für geübte Wanderer geeignet, da sie teilweise anspruchsvoll und rutschig sein kann. Die Wanderung bietet atemberaubende Ausblicke und ist eine unvergessliche Erfahrung für jeden Naturliebhaber.
Wir waren gute 2 Stunden unten am Meer spazieren und haben die Sonne und den Ausblick in uns aufgenommen. Anne hat ein paar „Handschmeichler“ für Ihre Schwester gesammelt (das sind kleine Steine die besonders runden Formen haben und sich gut anfühlen, wenn Du sie in den Händen bewegst) und wir entschieden wieder rauf in die Berge zu fahren. Also die MA 2141 wieder hoch, bis wir wieder auf die MA 10 trafen. Diese folgten wir in südlicher Richtung und trafen nach kurzer Zeit auf den ersten Bergsee. Den Pantà de Gorg Blau, dies ist ein wunderschöner Stausee, der sich in den Bergen befindet. Er ist bekannt für sein klares, türkisfarbenes Wasser und die beeindruckende Naturkulisse. Du erlebst eine ruhige Atmosphäre und eine atemberaubende Aussicht. Der Pantà de Gorg Blau ist Teil eines Wasserkraftwerks, was ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Energieversorgung der Insel macht. Wenn du die Natur Mallorcas erleben möchtest, ist dieser Ort definitiv einen Besuch wert! Ein Stück weiter triffst Du auf einen weiteren Bergsee, den Mirador Embassament de Cúber, bevor es auf der MA 10 durch den zweiten von zwei Tunneln geht, und Du erneut die Sicht auf den Der Puig Major genießen kannst. Er ist der höchste Gipfel auf Mallorca und erreicht eine Höhe von etwa 1.445 Metern. Er ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber. Die Aussicht vom Gipfel soll atemberaubend sein und bietet einen spektakulären Blick auf die umliegende Landschaft, die Berge, Täler und das Meer. Aufgrund seiner Höhe und der abgelegenen Lage ist der Puig Major ein beeindruckendes Naturwunder und ein Symbol für die Schönheit der Insel. Es gibt Wanderwege, die zum Gipfel führen, und die Touren bieten eine tolle Gelegenheit, die unberührte Natur Mallorcas zu erleben. Wenn du gerne in der Natur unterwegs bist, ist der Puig Major definitiv dein Ziel. Mit dem Motorrad, Fahrrad oder einem Auto kannst Du den Berg nicht erklimmen. Da sich auf dem Berg eine Radarstation befindet die militärisch genutzt wird und somit die Straße die zum Gipfel führ vom Militär gesperrt ist.
Uns trieb es weiter an Sóller vorbei zur MA 11 die in die MA 11A übergeht und wir ließen die Berge hinter uns zurück um in Palma mit einer Paella der besonderen Art den Tag ausklingen zu lassen. Hier hat uns Vanessa, unsere Vermieterin geholfen. Sie schickte uns eine Übersicht mit den Standorten der angesagtesten Lokalen der Insel auf Whats App und sprach uns die ein oder andere Empfehlung aus wo wir besonders gut essen, gehen können.
Uns verschlug es in das Restaurant Club Nautic Portixol an den Hafen von Palma. Das wir Paella essen wollten war klar. Die Entscheidung fiel auf eine…: Paella Negra, eine köstliche spanische Spezialität, die vor allem in der Region Valencia und auf Mallorca sehr beliebt ist. Der Name „Negra“ bedeutet „schwarz“, was auf die charakteristische schwarze Farbe der Paella hinweist. Diese entsteht durch die Zugabe von Tintenfisch- oder Sepia-Tinte, die dem Gericht seinen einzigartigen Geschmack und seine dunkle Farbe verleiht.
Typischerweise wird Paella Negra mit Reis, Tintenfisch, Muscheln, Garnelen und anderen Meeresfrüchten zubereitet. Die Tinte sorgt für ein intensives Meeresaroma und macht das Gericht besonders aromatisch. Es ist eine sehr geschätzte Spezialität, die oft in Meeresfrüchte-Restaurants serviert wird und bei vielen Gästen sehr beliebt ist. Wenn du Meeresfrüchte magst, ist Paella Negra auf jeden Fall eine Empfehlung, um die authentische spanische Küche zu erleben.
Vollgefuttert traten wir die letzten Meter an und wir schlängelten uns durch die kleineren Seitenstraßen zu unserem Bett.
Tag 3. Samstag – Marktgebäude – Cap Formentor – Paella Teil II
Fast schon wie gewohnt starte der 3. Tag mit einer Dusche und einem Kaffee in „Erics Bar“. Heute war unser erstes Ziel ein Marktgebäude. Der Mercat de l’Olivar ist ein lebendiger und beliebter Markt in Palma de Mallorca. Er befindet sich im Herzen der Stadt und ist ein großartiger Ort, um frische lokale Produkte zu entdecken. Hier findest du eine Vielzahl von Ständen mit frischem Fisch, Meeresfrüchten, Austern, Fleisch, Obst, Gemüse, Gewürzen, Wein, Champagner und regionalen Spezialitäten. Der Markt ist seit 1951 nicht nur ein Ort zum Einkaufen, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher, die die mallorquinische Küche genießen möchten. Es gibt auch kleine Restaurants und Tapas-Bars, in denen du typische Gerichte probieren kannst.
Der Mercat de l’Olivar bietet eine authentische Atmosphäre und ist perfekt, um die kulinarische Vielfalt Mallorcas zu erleben. Wenn du also auf der Suche nach frischen Zutaten oder einfach nur nach einem Einblick in das lokale Leben bist, ist ein Besuch der Markthalle auf jeden Fall zu empfehlen.
Wir haben uns dort mit einem Stück Tortilla mit Zwiebeln als Proviant für den Tag eingedeckt und anschließend erst einmal ein Stück Streifen über die MA 13 die einer Autobahn gleicht Richtung Norden bewegt. In Inca haben wir die Maschine aufgetankt und sind weiter über die MA 2130 rauf in die Berge nach Lluc und anschließend weiter auf der MA 10 nördlich nach Pollença gefahren. Nächster Stopp war für uns Port de Pollença, wo wir unsere Tortilla mit Blick auf den Hafen geknabbert haben. In einem ruhigem Caffè auf einer superbequemen Strand-Couch bin ich dann auch erst einmal eingeschlafen, bevor mich der erste Kaffee erreichte.
Nach dem Kaffee, der Tortilla und dem Mittagsschlaf ging es raus aus dem Hafen von Pollença und auf die schöne kurvenreiche MA 2200 die durch einen Kiefernwald und schließlich an schroffen Berghängen und Klippen mit spektakulärem Meerblick zum Aussichtspunkt Cap Formentor führt.
Der Cap Formentor ist eine beeindruckende Halbinsel im Norden Mallorcas und gilt als eines der schönsten Naturwunder der Insel. Am Cap Formentor selbst kannst du die beeindruckende Landschaft bewundern, die von steilen Felsen, türkisfarbenem Wasser und einer einzigartigen Flora geprägt ist. Es gibt auch einen Leuchtturm, der das berühmte Wahrzeichen der Region ist und einen schönen Blick auf die Umgebung bietet. Der Ort ist perfekt für Natur- und Fotoliebhaber, die die unberührte Schönheit Mallorcas erleben möchten. Ein Besuch am Cap Formentor ist definitiv ein Highlight, um die beeindruckende Natur und die atemberaubende Küstenlinie der Insel zu entdecken.
Wir haben wieder einmal gesehen, dass das Motorrad für uns die beste Möglichkeit ist sich zu bewegen. Während zahlreiche Touristen versuchten mit Ihren Mietwagen das Cap zu erreichen, sind wir schlussendlich an der Autoschlange vor dem Cap vorbeigefahren und haben vor der Haustür des Leuchtturms geparkt und die Aussicht genossen.
Zurück ging es so wie hin, da die MA 2200 die einzige Zuwegung zum- und vom Cap Formentor ist. Die schöne Kurvenreiche Strecke mit den vielen Eindrücken der Landschaft hat mir persönlich mit am besten bei unserem Besuch gefallen. Wir haben uns dann erneut für den Rückweg über das Tramuntana-Gebirge entschieden und wieder die MA 10 als Strecke gewählt. Ein Traum zum Motorrad fahren bei Super Wetter und Temperaturen um die 20-25 Grad.
Von Paella hatten wir noch nicht genug und das Restaurant vom Vortag hat uns auch sehr gut gefallen, also entschieden wir noch eine Runde Reis mit Meeresfrüchten als Abendessen zu genießen. Diesmal schlicht ohne Negra aber auch sehr sehr lecker.
Wir beschlossen beim Abendessen am kommenden Tag, der Tag unserer Abreise, die Innenstadt von Sóller und noch einmal Valldemossa zu besuchen.
Im Apartment besprachen wir mit Vanessa unsere Abreise. Wir wollten morgens das Haus verlassen und unsere Rucksäcke am frühen Nachmittag des Folgetages abholen damit wir noch ein letztes mal ohne Gepäck in die Berge fahren konnten. Vanessa hatte liebenswerterweise kein Problem damit das wir unser Gepäck später bei Ihr abholten. Wir verabschiedeten uns am Vorabend voneinander und verbrachten die letzte Nacht in der Wohnung.
Tag 4. Sonntag – Abreise – Soler - Valldemossa – Baguette
Sonntag, und Oh mein Gott… „Erics Bar“ war geschlossen. Der Tag begann ohne Kaffee mit der Suche nach einem Kaffee in Palma und wir fuhren erst einmal in die Innenstadt, ins „Centro de Histórico“ wo wir fanden was wir suchten. Am Placa del Rei Joan Carles in Palma fanden wir den Coffeeshop Cappuccino Born. Scheinbar auch die erste Adresse vor Ort, dies zeigte der Blick auf die rechte Seite der Karte. Die Preise für einen Kaffee waren fast schon mit dem Markusplatz auf Venedig vergleichbar.
Nach einer entspannten Stunde im teuersten Kaffee der Stadt ging für uns er Fahrspaß wieder los. Vorbei an großen Flächen, die mit Olivenbäumen und darunter mit Mohnblumen durchtränkten Wiesen bepflanzt waren, führte uns der Weg nun abschließend wieder in die Berge zur schönen Stadt Sóller.
Sóller ist eine wunderschöne Stadt im Nordwesten Mallorcas, die für ihren charmanten Ortskern, ihre beeindruckende Architektur und ihre malerische Lage bekannt ist. Das historische Zentrum besticht durch enge Gassen, hübsche Plätze und traditionelle mallorquinische Häuser. Ein besonderes Highlight ist die berühmte Straßenbahn, die Sóller mit dem Hafen Port de Sóller verbindet – eine nostalgische Fahrt durch die fruchtbare Landschaft mit Blick auf die Berge.
In Sóller kannst du auch die wunderschöne Kirche Sant Bartomeu besichtigen, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, sowie den nahegelegenen Botanischen Garten, der eine große Vielfalt an mediterranen Pflanzen zeigt. Die Region ist außerdem bekannt für ihre Orangen- und Zitronenhaine, die die Landschaft prägen.
Auch hier können wir nur empfehlen: ob du die entspannte Atmosphäre genießen, lokale Spezialitäten probieren oder die umliegende Natur erkunden möchtest – Sóller ist ein wunderbarer Ort, um das authentische Mallorca zu erleben.
Nach einem Spaziergang durch die Innenstadt fuhren wir weiter auf der MA 10 diesmal wieder Südwärts an Deià vorbei nach Valldemossa.
In Deià haben wir keinen Halt gemacht, dennoch ein paar Eckdaten, da sich auch hier ein Stopp lohnt. Wir haben die Stadt zwei Jahre vor diesem Tripp 2023 besucht. Deià ist ein hübsches malerisches Dorf, das für seine charmante Atmosphäre, seine schöne Lage und seine künstlerische Geschichte bekannt ist. Das kleine Dorf liegt eingebettet in die beeindruckende Tramuntana-Gebirgskette und bietet einen herrlichen Blick auf das Mittelmeer. Deià ist berühmt für seine engen Gassen, traditionellen Steinhäuser und seine ruhige, entspannte Stimmung. Es war einst ein beliebter Rückzugsort für Künstler und Schriftsteller, darunter auch der berühmte Schriftsteller Robert Graves, der hier lebte und dessen Haus heute ein Museum ist. In Deià kannst du gemütlich durch die Gassen schlendern, lokale Cafés und Restaurants genießen und die wunderschöne Natur rund um das Dorf erkunden. Die umliegenden Wanderwege bieten irre Ausblicke auf die Küste und das Meer. Ein Besuch in Deià ist perfekt, wenn du die ruhige Seite Mallorcas erleben möchtest, umgeben von beeindruckender Natur und kultureller Geschichte.
Hahaha… in Valldemossa hat Anne den Laden erneut besucht der das T-Shirt mit dem R4 in 3 Nummern zu groß hatte. Und siehe da, am Morgen wurde eine neue Lieferung ausgepackt und für Anne war ein Druckfrisches T-Shirt in Ihrer Größe verfügbar. Der Tag hat sich mindestens für eine Person aus dem Team voll gelohnt. Für mich gab es in der Innenstadt erst einmal ein Baguette. Anne hat Süße Teilchen beim neuen Bäcker unseres Vertrauens erworben die wir gleich gemeinsam aufgefuttert haben.
Ja, leider hatten wir die Zeit im Nacken. Wir mussten zurück zur Wohnung, unsere Rucksäcke holen, den Schlüssel abgeben und die Haustüre von außen zuziehen. Mit Gepäck ging es dann um 16:00h zurück zu Vintage Motors und wir übergaben die Honda Transalp wie schon geschrieben, ohne Beulen und Kratzer zurück. Mir wurde die Kaution wieder auf meiner Kreditkarte freigegeben und wir verabschiedeten uns bei dem Verleiherteam. Uns wurde in Taxi gestoppt und es ging zum Flughafen. Diesmal, im Gegensatz zu Hinflug alles sehr entspannt und mit viel mehr Zeit als wir brauchten. Wobei, besser so als andersrum. Wir hatten einen guten Rückflug saßen an einem Notausgang mit mindestens doppelter Beinfreiheit. Schauten uns auf dem Tablet einen Film an, und gefühlt kurze Zeit später landeten wir wieder in Hamburg. Tickets für die Bahn habe ich vorab online gebucht und so ging es eine Station weit zum geparkten Auto. Gegen 23:00h waren wir zu Hause und mit den schönen Erinnerungen an unsere kurze Reise ging es diesmal in das eigene Bett.
Die Maschine
Im Nachgang muss ich sagen das die Honda XL750 Transalp ein sehr sehr gutes Motorrad ist. Wer sich für die Technischen Daten interessiert dem habe ich nachfolgend mal einen Link eingefügt: Honda XL750 Transalp - Alle technischen Daten zum Modell XL750 Transalp von Honda
Für einen Preis von 10.500 € (habe ich im Internet mal nachgelesen), gibt es eine Menge Komfort und Fahrspaß fürs Geld. Persönlich ist unsere neuste Errungenschaft die Honda CRF 1.000 L Africa Twin Adventure Sport die wir als Nachfolger für unsere Honda XRV 750 Africa Twin (RD07A) erworben haben und derzeit zum Reisen nutzen. Doch die 750 Transalp kommt vom Fahrgefühl viel viel näher an die alte Africa Twin ran als die neue Africa Twin. Die Transalp hätte eher der Nachfolger der alten Africa Twin werden sollen denke ich. Ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich nicht doch noch einmal ein Downgrade machen sollte und die ATAS (Africa Twin Adventure Sport) gegen die Transalp eintausche. Diese so modifiziert wie wir uns das wünschen, könnte die bessere Wahl für die Zukunft unserer Reisen sein.
Wir warten es mal ab.
Vielen Dank für Euer Interesse beim lesen unseres Blogs. Wir hoffen wir konnten Euch mit unserer Erzählung eine Motorradreise auf der Baleareninsel schmackhaft machen. Für uns ist ein Kurztrip immer ein schöner Ausbruch aus dem Alltag und eine Erholung, an der wir lange zehren können. Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt schreibt uns gerne an oder etwas in die Kommentare. Wir freuen uns Euch bald wieder was neues zu berichten. Geplant ist Ende Mai Anfang Juni eine zweiwöchige Reise auf die französische Insel Korsika. Hier geht es mit unserer ATAS hin.
Wir wünschen Euch alles Gute, schöne Reisen und bleibt gesund. Bis demnächst
Anne & Josch


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