2025-08 - Rømø Dänemark
- 23. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
22.08. - 24.08.2025 haben wir den Strand von Lakolk in Dänemark besucht.

Es war das 2. Mal das wir zum Motorfestival auf der Insel Rømø waren. Erstmalig war Anne und ich im August 2024 dort, auch hierfür gibt es einen Blockbeitrag. Nun 2025 - wir haben ja aus unserem ersten Aufenthalt im August 2024 gelernt - haben wir den Motorradanhänger an unseren Campervan gekoppelt und dieses Mal "Spielzeuge" aufgeladen.

Eine Woche zuvor haben wir unsere Honda XR 600 R und unsere Cagiva W16 durchgeschraubt. Zwei 600 ccm Enduros mit denen wir den Strand umpflügen konnten. Der Plan war, unseren Campervan mit Anhänger, ein Zelt, unsere Freunde, Kai, seinen Sohn Julian, der an diesem Wochenende Geburtstag hatte, und Anne & Josch auf die Insel zu bekommen. Was uns auch gelungen ist wenn wir das Foto sehen.
Was ist das Rømø Motor Festival?
Das Rømø Motor Festival ist eine Hommage an das goldene Zeitalter des Motorsports, bei dem klassische Autos und Motorräder aus der Zeit vor 1947 auf dem breiten Sandstrand von Lakolk beim Rømø gegeneinander antreten. Das Festival startete im Jahr 2016 und zieht seitdem Teilnehmer und Zuschauer aus aller Welt an, die authentischen Rennsport in historischer Umgebung erleben möchten.
Regeln für das Rennen
Um die Authentizität und Sicherheit des Rømø Motor Festivals zu gewährleisten, wurden für die Teilnehmer des Rennens spezielle Regeln festgelegt:
Fahrzeuge: Zugelassen sind ausschließlich Autos und Motorräder aus der Zeit vor 1947. Alle wichtigen Komponenten und Leistungsteile müssen aus dieser Zeit oder älter sein.
Treiber: Das Tragen geeigneter Kleidung, einschließlich Helm, Schutzbrille, festem Schuhwerk, langen Hosen und Jacke oder Pullover, ist erforderlich. Es ist nicht gestattet, während des Rennens unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten zu stehen.
Rennformat: Side-by-Side-Drag-Rennen werden über eine Distanz von 202 Metern (1/8 Meile) ohne Klassentrennung ausgetragen. Die Teilnehmer können sich gegenseitig direkt herausfordern, wodurch eine ungezwungene und spannende Atmosphäre entsteht.

Ob Du ein Autonarr bist oder nicht, der Duft von Benzin, die frische Luft und der Sonnenschein am Strand wird Dich begeistern. Ein echtes Sommererlebnis in der schönsten Umgebung des Lakolk-Strandes!
Als Teilnehmer am Rennen
Die Teilnehmer müssen sich im Voraus anmelden und sich einer technischen Abnahme unterziehen, die am Tag vor dem Rennen in Skærbæk auf dem Festland stattfindet. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, am Racecamp des Festivals teilzunehmen, andere Enthusiasten kennenzulernen und Ihr Fahrzeug vorzuführen.
Als Zuschauer
Der Eintritt zum Festival ist frei und am Strand fallen keine Parkgebühren an. Um zur authentischen Atmosphäre beizutragen, werden die Zuschauer gebeten, sich im Stil der 1920er, 30er oder 40er Jahre zu kleiden. Die Veranstaltung zieht jedes Jahr über 30.000 Besucher an und es wird empfohlen, rechtzeitig anzureisen, um sich einen guten Platz zu sichern.
Es ist Tradition, dass sich die festliche Atmosphäre auf den gesamten Strand ausbreitet, wo Sie die Festivalatmosphäre zwischen den vielen "öffentlich geschaffenen Lagern" erleben können.
Essen und Toiletten
In der Nähe der offiziellen Strecke gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Imbissstände und öffentliche Toiletten zu finden.
Wo findet das Festival statt?
Das Rømø Motor Festival findet am Lakolk Beach bei Rømø statt, einem der breitesten Strände Europas mit festem und hart gepacktem Sandboden, ideal für Rennen. Das Festivalgelände und der Campingplatz befinden sich in Skærbæk auf dem jütländischen Festland, wo auch technische Abnahmen und andere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Festival stattfinden.
Freitag ist Anreisetag. Wir haben unter der Woche unseren Campervan, der den Namen "Oscar" trägt, ein schwarzer Ford Transit 4x4 geladen. Wichtig ein Kasten Bier darf nicht fehlen. Für Kai und Julian haben wir ein Zelt, Luftmatratze, Schlafsäcke und sonstiges Zubehör mit aufgeladen. Gegen Mittag haben wir uns in der Nähe von Bad Oldesloe in Norddeutschland getroffen und sind mit dem Gespann Richtung Norden auf die A7 gefahren. In Harrislee, kurz vor der Dänischen Grenze haben wir einen Zwischenstopp im Skandinavien Park eingelegt. Hier wurde der Kühlschrank vom Campervan aufgefüllt, so das wir weder Abends noch Morgens Hunger leiden mussten. Noch einen Kaffee nach dem Einkauf und ab über die Dänische Grenze. Von der Grenze aus sind es noch etwas unter hundert Kilometer bis zur Insel. Die Fahrzeit beträgt ca. 1,5 Stunden von der Grenze. Wir hatten starken auflandigen Wind an dem Freitag. Am Strand von Lakolk wurde uns das beim Zeltaufbau noch einmal verdeutlicht. Unseren Oscar parkten wir vor das Zelt, so das dass Zelt im Windschatten vom Van, also auf Lee stand. Sobald das Zelt stand, war klar, die beiden Maschinen mussten abgeladen werden und, war auch klar, die erste Probefahrt am Strand musste stattfinden. Ich weis gar nicht mehr ob wir vorher noch ein "Anlegebier" getrunken haben oder nicht.
Kai schnappte sich die Cagiva und ich zündete die Honda die noch mit Kick-Starter ans Laufen gebracht werden muss. Wir ließen die Maschinen warm laufen wobei die ersten "Nachbarn" schon bald zu Besuch kamen und die alten Retro-Enduros aus den 80 Jahren beschnupperten.
Wo kann man schon mal am Strand mit der eigenen Maschine lang brettern ohne Ärger mit dem Gesetz zu bekommen. Hier wird dies, zumindest für ein Wochenende im Jahr geduldet. Und die Funfacts sind schon sehr hoch. Mehrere Kilometer kann der Strand hier befahren werden was viele die hier Anreisen mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Quad nutzen.
Nachdem wir abwechselnd den Strand umgepflügt hatten ging es zurück zu unserem Basiscamp. Tisch und Stühle aufbauen, ein kaltes Bier und dann wurde der Grill angeschmissen. Mittlerweile war es Abend und der Strand hatte sich mit einigen tausend Wohnmobilen, Expeditionsfahrzeugen und Zelten gefüllt. Für das Rennen am folgenden Tag wurden zwischen 20 und 30 Tausend Besucher erwartet. Am Abend haben wir noch lange zusammengesessen. Musik und Motorengeheule war von allen Seiten bis in die Nacht rein zu hören. Wer hier Schlaf sucht, sollte sich was in die Ohren stecken und sich vorab gut betäuben.
Samstag Morgen. Der Wind hatte die ganze Nacht stark am Zelt gezerrt. Julian und Kai haben die Nacht kein Auge zu gemacht. Kai hat beim Frühstücken den Vorschlag gemacht an diesem Samstag das Event abzubrechen und zurück nach Lübeck zu fahren. Wir beschlossen diese Entscheidung gegen Abend zu treffen. Dann teilten wir uns Auf. Anne und Kai zog es zur Rennstrecke. Die beiden wollten sich die Rennen auf der Piste anschauen. Die Rennstrecke ist von einer Seite aus durch die Dünen gesäumt und auf der anderen Seite stehen hunderte von alten Fahrzeugen die teilweise am Rennen teilnehmen oftmals aber nur zur Show dienen. Hier wird jeder glücklich der Oldtimer liebt. Sicherlich ist auch für jeden was passendes dabei.
Julian und ich schnappten uns die Enduros und erneut ging es für uns zum Strand. Rauf und Runter durch die Priele entlang der Wasserkante. Bis auch wir eine der Maschinen zu unserem Standplatz brachten, und mit der anderen zur Rennstrecke fuhren. Hier trafen wir dann Anne und Kai. Wir schauten uns die Rennen an. Immer abwechselnd fahren zwei Autos die 1/8 Meile gefolgt von zwei Motorrädern... und wieder von Vorne. Etwas Abseits von der Rennstrecke gibt es Stände mit verschiedenem Essen und alkoholfreien Getränken. Daher, wer gerne Abends ein Bier mit Alkohol schlabbern möchte muss selbst vorsorgen.
Das Wetter an dem Samstag ist auf "schön" gekippt. Der kühle Wind hatte die Wolken vertrieben und anschließend nachgelassen. Die Sonne hat sich breit gemacht und die Müdigkeit bei Kai und Julian war wie weggeblasen. Wir beschlossen die Nacht von Samstag auf Sonntag wieder auf dem Strand zu Campieren.
An diesem Abend hatten wir bei bestem Wetter unseren Spaß. Irgendwann ging es dann mit den ganzen Eindrücken des Wochenendes ins Bett und nach dem Frühstück am Sonntagmorgen packten wir zusammen, luden die Maschinen wieder auf und verabschiedeten uns vom Strand der Insel Rømø.
Der Plan ist es, auch im August 2026 wieder dieses schöne Event zu besuchen. Unser Oscar eignet sich hier bestens als Übernachtungsmöglichkeit. Wenn das Wetter mitspielt sollten wir wieder dabei sein. To be continued...





























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