2024-08 - Rømø Dänemark
- 24. Feb.
- 4 Min. Lesezeit

Wir haben im Fernsehen eine Reportage über das Oldtimerrennen gesehen, dass jedes Jahr seit 2016 auf der Insel Rømø stattfindet und Zehntausende von Besucher an einem Wochenende im Herbst an den Strand zieht.
Im Internet wurden wir nach kurzem suchen fündig. Unter Rømø Motorfestival 2026 – August 2026 sollte die Webseite bei Euch aufpoppen, die mit reichhaltigen Informationen für das Event wirbt.
Wir haben unseren Campervan namens "Oscar" mit unseren E-Bikes beladen und uns Freitags Mittags auf den Weg nach Dänemark gemacht. Die Insel Römö ist mit einem schmalen Damm mit dem Festland verbunden und somit mit dem Auto ohne große umstände zu erreichen. Bei der Anreise kamen uns auf dem Damm dann reihenweise alte Amerikanische Autos entgegen. Somit war uns klar, dass uns die Navigation in die richtige Richtung gelenkt hatte.
Nachdem wir die Insel von Ost nach West überquert haben trafen wir auf eine Zufahrt die sich durch ein Dünenband schlängelte und uns auf den Strand führte. Wir waren sofort begeistert als wir hunderte von alten Autos sahen die den Strand als Piste für ausgelassene Fahrten nutzten.
Wir suchten uns ein Plätzchen und freuten uns über das Treiben am Strand. Ein Fahrzeug cooler als das nächste fuhr an uns vorbei. Und sichtlich hatten alle, Zuschauer so wie Akteure ihren Spaß dabei.
Als die Dämmerung begann kam ein Motorrad zu uns gefahren. Wir wurden nett von einem Mitglied des Organisationsteams aufgefordert, den Platz an dem wir standen zu verlassen. Uns wurde erklärt das wir mitten auf Rennstrecke stehen auf der Tags drauf das 1/8 Milen Rennen stattfinden sollte.
Rundherum gab es also die Möglichkeit den Campervan aufzustellen. Wir suchten uns ein Platz zwischen den tausend anderen Fahrzeugen und richteten uns für die Nacht ein.
Wir feierten bis spät in die Nacht mit unseren neuen Nachbarn. Zwischen den vielen Wohnmobilen, Campingwagen und Zelten wurden Gassen gelassen, die gefühlt die ganze Nacht lang von jeder Menge Fahrzeuge befahren wurden. Zusammen mit jeder Menge Musik und Beleuchtung erinnerte mich das Schauspiel an eine riesige Krimis im Rheinland.

Am Samstag Morgen krabbelten wir aus dem Bett, kochten uns einen Kaffee und brauchten uns nur vor unseren Van zu setzen und die Unterhaltung ging nahtlos weiter. Gefühlt haben unser neuen Nachbarn die ganze Nacht durchgemacht. Der Rege Verkehr der unterschiedlichsten Fahrzeuge vor unserm Lager nahm kein Ende. Nach dem 2. Kaffee machten wir uns zur Rennstrecke auf. Die Rennen auf der 1/8 Meile waren schon voll in Gange. Die Düne wurden wie eine Tribüne genutzt. Mehrere tausend Menschen standen in den Dünen oder hatten sich Stühle und Decken mitgebracht um es sich ein wenig bequem zu machen.
Kurz nach Beginn des Rennens wurden die Zuschauer von einer Staffel Flugzeugen begrüßt, die in niedriger Höhe ein paar Runden über den Strand drehten.
Mit Ansage der jeweiligen Fahrer gingen dann im Minutentakt die Autos oder Motorräder an den Start und fuhren Ihre Rennen. Außer jeder Menge alter überwiegend amerikanischer Autos waren an diesem Morgen auch tausende von Motorrädern an den Strand gekommen.
Wer Aufkleber oder T-Shirts vom Event haben möchte, hätte aber früher aufstehen müssen und nicht erst nach dem 2. Kaffee zur Rennstrecke daddeln sollen. Hier war gegen 10:00h schon alles ausverkauft was am Frühen Morgen angeboten wurde. Gerne hätte ich mir einen Aufkleber für meine alte Honda Africa Twin mitgenommen. Aber, keine Chance mehr. Alles verkauft.
Mindestens genauso interessant wie das Rennen ist das Schlendern durch die Gassen in der die Besucher ihre eigenen Fahrzeuge zur Schau stellen. Hier reihen sich endlos die beeindruckendsten Fahrzeuge aneinander. Baujahre von Anfang 1900 bis in die 1980 Jahre säumen sich am Rand der Rennstrecke.
Abschließend:
Es war ein sehr sehr geiles Event. Es war nicht die schlauste Idee die E-Bikes mitzunehmen. Wenn, sollte man was schnelleres mitbringen, was mit Benzin angetrieben wird. Und in der Garage haben wir ja die ein- oder andere Maschine stehen die sich für den Strand eignet. 2025 waren wir wieder dabei. Diesmal mit zwei 600 ccm Enduros im Gepäck. Das hat mal richtig Spaß gemacht. Auch hierzu haben wir einen Block geschrieben.
Samstag Abends abzureisen ist so gut wie unmöglich. Wir empfehlen Euch daher die Nacht von Samstag auf Sonntag vor Ort zu bleiben und erst Sonntag, nach einem Kaffee, den Strand zu verlassen. Wenn es nach Deutschland zurück geht, könnt Ihr eine schöne Nebenstraße über die "Margeritenroute" fahren, die sich immer für eine Tour, gerade mit dem Motorrad, eignet.

Die Margeritenroute ist eine durch ganz Dänemark führende Ferienstraße. Auf der ca. 3.600 km langen Strecke liegen rund 1.000 kulturelle Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Die Margeritenroute ist mit einer Margeriten-Blüte auf braunem Untergrund ausgeschildert.
Die Straße wurde anlässlich des 50. Geburtstages der dänischen Königin Margrethe II. 1990 initiiert und von ihr am 21. April 1991 feierlich eröffnet. 2011 wurde der Streckenverlauf in 21 Kommunen korrigiert.
Wir haben den Sonntagmorgen für ein Fotoshooting am Stand genutzt und ein paar schöne Fotos von unserem Oscar gemacht. Wann hat man schon mal die Gelegenheit mit dem eigenen Fahrzeug so dicht auf den Strand und an die See zu kommen.
Wir hoffen wir konnten Euch einen schönen Eindruck von diesem Treffen vermitteln. Vielleicht konnten wir einen Anstoß geben damit Ihr Euch selbst mal auf die Reise nach Rømø macht und Euch beeindrucken lasst. Motorrad und Zelt ist wie so oft ausreichend sich hier ein Plätzchen zu suchen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenlos.
Viel Spaß
Anne & Josch



























































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